Workshop: Konzeptkunst im erweiterten Feld: Vergangenheit, Gegenwart, Zukunft

11.–12. September 2026
Kunsthistorisches Seminar, Vortragsraum 131
St. Alban-Graben 8, 4051 Basel
Die Veranstaltung findet in englischer Sprache statt.
Der Workshop setzt sich kritisch mit der Komplexität des künstlerischen Schaffens seit den späten 1960er Jahren auseinander, das gemeinhin unter dem Begriff „Konzeptkunst“ zusammengefasst wird, und bringt etablierte Wissenschaftler*innen sowie Nachwuchsforscher*innen von europäischen Universitäten zusammen. Obwohl dieses Feld bereits Gegenstand umfangreicher wissenschaftlicher Untersuchungen ist, wird seine Geschichte oft anhand einer begrenzten Anzahl kanonischer Figuren und relativ orthodoxer Interpretationen ihrer Werke dargestellt. Aufbauend auf unseren spezifischen Forschungsinteressen – darunter feministische und subversive Praktiken, Migrationserfahrungen sowie Material- und Kulturgeschichte – nähert sich dieser Workshop der Konzeptkunst aus einer Reihe sich ergänzender Perspektiven, darunter Archive, Dokumentation und Ausstellungen; globale Zirkulationen und Diasporas; politische, soziale und infrastrukturelle Herausforderungen; Erinnerung und Zeitlichkeit; sowie Kategorien wie race und Geschlecht. Anstatt die Konzeptkunst als abgeschlossene historische Epoche zu behandeln, zielt die Veranstaltung darauf ab, Verbindungen zu aktuellen gesellschaftlichen Themen herzustellen, die das künstlerische Schaffen bis heute prägen, und so einen fruchtbaren Dialog zwischen historischer Forschung und gegenwärtigen Fragestellungen zu fördern.
Diese Veranstaltung markiert den ersten Schritt hin zu einem transnationalen Forschungsnetzwerk zur Konzeptkunst mit dem Ziel, künftig weitere Workshops, Symposien und Publikationen zu entwickeln.
Der Workshop wird organisiert von Anja Delz (Universität Fribourg), Louis-Antoine Mège (Sorbonne-Université, Paris/documenta Institut, Kassel), Paula Stoica (Universität Basel) und Emma Wils (Sorbonne-Université, Paris).
Workshop Programm
10. September
18–20 Uhr: Keynote von Prof. Sabeth Buchmann (Academy of Fine Arts Vienna): “The Gesturally Expanded Field of (Proto-Feminist) Conceptual Art: The Artistic Practices of Blythe Bohnen and Rosemarie Castoro”
11. September
9.30–10 Uhr: Louis-Antoine Mege, Begrüßung
10–10.45 Uhr: Michele Valetti, From Phenomena to Geometries: Laura Grisi’s Conceptual Trajectory in Italy (1968-1977)
Pause
11–11.45 Uhr: Paula Stoica, “Homer wrote and I copied:” On Hanne Darboven’s Odyssee
11.45–12.30 Uhr: Elize Mazadiego, The Art of Gossip: Ulises Carrión, marginal communication, and queer conceptualism
12.30–14 Uhr: Mittagspause
14–14.45 Uhr: Anja Delz, Akin to letters: Theresa Hak Kyung Cha’s correspondence art in Amsterdam
14.45–15.30 Uhr: Rada Georgieva, Geographies of Exile: Guillermo Deisler, Juan Downey, and Uneven Visibility in Chilean Conceptualism
Pause
16–16.45 Uhr: Sezgin Boynik, The Portrait of Yugoslavia in the Style of Art & Language (online)
16.45–17.30 Uhr: Felix Vogel, (De-)Declaration, Intention, Exhibition Form
12. September
9–9.45 Uhr: Markus Klammer, “So is this”. Indexicality in Michael Snow
9.45–10.30 Uhr: Emma Wils, The section of photography in On Kawara’s Journals: A Marginal Practice between Document, City, and Temporality
Pause
11–11.30 Uhr: Alena J. Williams, Limited Holdings: Conceptualism and Time in Contemporary Art
11.30–12.15 Uhr: Sara Martinetti, Jean-Noël Herlin “prepared” archive (online)
12.15–12.30 Uhr: Closing remarks
Kontakt
Bei Fragen wenden Sie sich bitte an paula.stoica@unibas.ch oder louis-a.mege@live.fr
Web: https://kunstgeschichte.philhist.unibas.ch/de/aktuelles/details/conceptual-art-in-the-expanded-field-past-present-future-workshop/
Bild: Theresa Hak Kyung Cha: Untitled (Paper) (film); Super -8.3 minutes. 24 frames per second. Berkeley Art Museum and Pacific Film Archive; Gift of the Theresa Hak Kyung Cha Memorial Foundation.
