


Tagung: Kunst – Ausstellung – Diskurs. Kunst und theoretischer Diskurs auf der documenta und anderen Bühnen der Gegenwartskunst
Wie viel Theorie steckt in der Kunst – und wie viel Kunst in der Theorie? Diese Frage stellt sich mit Blick auf die documenta spätestens seit ihrer 10. Ausgabe im Jahr 1997, als Catherine David den theoretischen Diskurs ins Zentrum der Weltkunstausstellung rückte. Knapp 30 Jahre später griff die Kuratorin der kommenden documenta 16, Naomi Beckwith, diese Frage erneut auf: In ihrer Ausstellung ECHO DELAY REVERB im Pariser Palais de Tokyo fragte sie nach dem Einfluss poststrukturalistischer und postkolonialer Theorien auf die US-amerikanische Kunst.

Symposium: Critical Fabulations of documenta
Das Symposium "Critical Fabulations of documenta" widmet sich den Leerstellen, Auslassungen und verdrängten Geschichten in den Erzählungen um die documenta. Diese Lücken werden nicht als Defizite, sondern als produktive Ausgangspunkte für neue Perspektiven auf ihre Geschichte verstanden. Im Zentrum stehen jene Stimmen, Bilder und Narrative, die in den offiziellen Geschichtsschreibungen der Ausstellung marginalisiert, übersehen oder nie vollständig sichtbar wurden.